Wissenswertes über Göllsdorf

Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1099 zurück, als Graf Adelbert von Zollern "Geroldisdorf" gemeinsam mit anderen Besitzungen an das Kloster Alpirsbach verschenkt. Bis dahin war "Geroldisdorf" eine Besitzung des Grafen Gerold, ein Schwager Karls des Großen.

Aus dem Jahr 1125 besteht eine Urkunde der päpstlichen Confirmation der Stiftung des Klosters Alpirsbach. Im 13. Jahrhundert geht der Ort als "villa Gelstorf" in den Besitz des Klosters Sankt Blasien über.

Im Jahr 1466 wird "Gelstorf" um bare 500 schwere rheinische Gulden an Rottweil verkauft. 1633 ist der Ort von schweren Verheerungen im Zusammenhang mit dem dreißigjährigen Krieg betroffen. Im Jahr 1639 schützt Rottweil Göllsdorf vor dem Kalbschen Kavallerie-Regimenten.

Mit Ende der Rottweiler Reichsstadtzeit wird Göllsdorf selbständig. Im Jahr 1802 entsteht in Göllsdorf eine kirchliche "Filiale" von Sankt Pelagius in der Altstadt und im selben Jahr kommt Göllsdorf gemeinsam mit Rottweil zum Herzogtum Württemberg.

1972 bekommt der Ort eine eigene Pfarrei, im Jahre 1955 wird die neue Kirche "Franz - Xaverius" erbaut. Im Zuge der Gemeindereform 1972 erfolgt die Eingemeindung nach Rottweil. 1999 fand die 900 Jahr-Feier mit einem ganzjährigen Festprogramm statt.

Göllsdorf zählt derzeit etwas mehr als 1800 Einwohner bei einer Gemarkunsgfläche von 790 Hektar. Das dörfliche Leben ist in besonderem Maße geprägt durch sieben Vereine, aus denen sich das kulturelle und sportliche Leben der Gemeinde entwickelt hat und die sich auch der Heimatpflege verschrieben haben.

Überregionale Bedeutung erhält Göllsdorf alle zwei Jahre, wenn am ersten Oktober-Wochenende die "Göllsdorfer Saukirbe" mit Rübengeisterumzug und Kirbefestzug Besucher aus nah und fern in die Gemeinde am Fuße des Dissenhorns lockt. Das Dissenhorn als Hausberg und Wahrzeichen des Ortes und das Jungbrunnental sind geschätzte Naherholungsgebiete für Wanderlustige.